Neben den Tips hat sich eine zweite Technik für die Nagelverlängerung durchgesetzt - die Schablonentechnik.
Bei dieser Technik wird keine Verlängerung dauerhaft mit dem Naturnagel verklebt, sondern eine Hilfsschablone wird nur zur Modellage angesetzt und nach der Aushärtung des Kunststoffes wieder entfernt.

Die Schablone benutzt man im Besonderen für folgende Behandlungstechniken:

- Reparaturen und Ausbesserungen von Nägeln
- Kantenverstärkungen bei Naturnägeln
- Nagelverlängerungen, die ohne Tipkleber gearbeitet werden sollen (z. B. bei Allergie auf Cyanacrylate)
- Wenn kein Tip gewünscht wird
- Überbreite Nägel
- Extrem flache Nagelbetten, auf denen ein Tip zu viel Spannung verursachen würde

Anwendung der Schablonentechnik

Zunächst wird der Naturnagel für die Verlängerung vorbereitet. Die Naturnagelkante wird nicht gekürzt, sondern bleibt in der Länge erhalten. Sie dient der Schablone als Anhaltspunkt.
Die Nagelhaut wird vorsichtig zurückgeschoben und der Nagel entfettet.
Nun wird die Schablone angesetzt. Ein lichthärtender Haftvermittler wird dünn auf den Naturnagel aufgetragen und für 2 Minuten unter UVA-Licht ausgehärtet.
Auf die Verlängerung wird nun das Modellagegel aufgetragen; der freie Nagelrand wird mit überarbeitet. Das Schablonenmodellagegel gibt es ebenfalls in ultra-weiß oder naturell. Nach dem Auftragen einer zweiten Schicht und dem erneuten Aushärtungsprozeß wird die Schablone entfernt und das eigentliche Aufbaugel, das dem Nagel die Form gibt, verarbeitet.
Der Nagel wird in die endgültige Form gebracht und geglättet.
Zum Abschluß wird der Nagel mit einer letzten Gelschicht versiegelt und noch einmal ausgehärtet.